Filmkritik: "Kulturpark – Wie der Westen dem Osten seinen Westen nahm"

Da mich das Thema Spreepark – auch oder gerade weil ich nie da war – besonders interessiert, hat mich auch der Dokumentarfilm Kulturpark – Wie der Westen dem Osten seinen Westen nahm gereizt seitdem ich das erste Mal über das Projekt gelesen habe. Da er aber bei weitem nicht in die Kinos in meiner Nähe vorgedrungen ist, lag es also für mich Nahe die frisch erschienene DVD zu kaufen.

Der Film ist in sieben Abschnitte unterteilt und erzählt ausschließlich über Interviewpartner und Einblendung von Schriftstücken, also ohne Kommentare die Geschichte des Parks von 1969 bis zum Verschwinden Wittes 2002. Zwischendurch werden alte Aufnahmen aus dem Kulturpark und aktuelle Aufnahmen des Geländes gezeigt. Die Aufnahmen aus dem Park dürften von 2003/2004 stammen, da die seit 2004 im Europarc fahrende Achterbahn noch zu sehen ist.

Der ersten Abschnitt handelt über den Kulturpark allgemein und die Besonderheiten eines Freizeitparks in der DDR, die zum Beispiel von der Anschaffung der Fahrgeschäfte bis hin zu deren Namensgebung reichten. Es folgt ein kurzer Abschnitt über den ehemaligen Direktor und ein weiterer über die Ostpunks und ihr Verhältnis zum Park.
In den Abschnitten nach der Wende geht es um den neuen Spreepark im Allgemein, später um die politischen Vorgänge Rund um Witte und sein Projekt und findet sein Ende im bekannten Abtransport eines Großteils der Attraktionen nach Peru.

Der Film bringt in seiner etwas eigenen Art viele interessante Informationen rüber, einzig der Ton hat mich etwas gestört, da manche Interviewpartner nur schwerz zu verstehen waren und die Musik stellenweise etwas zu laut. Wenn man sich für das Thema interessiert ist der Film aber – meiner Meinung nach – interessant und auf jeden Fall sehenswert.

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